Schwarzwälder Bote, 5.11.2012
Ausgelassene Stimmung, Spaß am Tanzen und musikalische Unterhaltung, die unter die Haut ging: das waren die drei Hauptmerkmale des Saisonabschlusses des Musikvereins Cäcilia Lützenhardt.
Der Verein hat seit Ende der 1990er-Jahre einen Zweitnamen, der eigentlich noch besser zu ihm passt: Schwarzwälder Top Sound Music. Vorsiteznder Markus Vees konnte auch an diesem Abend mit seinen Musikern mehr als zufrieden sein.
Cäcilia, Patronin der Kirchenmusik, mag der Ursprung dieses überdurchschnittlich guten Musikvereins sein. Mit Kirchenmusik hatte dieser wunderbare Abend aber wenig zu tun. Wenn auch ansonsten das Kulturelle im Jahr mit der Teilnahme an kirchlichen Prozessionen noch dazugehört. Was die Musiker aber am Samstagabend im Haus des Gastes in Lützenhardt präsentierten, war Musik quer durch Big-Band-Arrangements, Blasmusik, Showtitel und Schlager von früher bis heute. Für jeden etwas. Das Repertoire schien unerschöpflich, die Kapelle spielte über 50 Titel. Das Programm war außerdem geschmackvoll zusammengestellt von Stefan Österle und dem musikalischen Leiter Dietmar Harr, der nächstes Jahr ein Jubiläum feiert: Seit 20 Jahren ist er mit dabei.
Der "Saisonabschluss" gehört im Waldachtal schon zur Tradition, und Fans warten Jahr für Jahr ungeduldig auf dieses musikalische Großereignis, das Highlight der Saison. 19 gestandene Vollblutmusiker und eine Sängerin enttäuschten die Fans nicht. Die Kapelle begann mit der "Schwarzwaldfahrt" von Horst Jankowski, begleitet von Pascal Schmid am Piano. Sängerin Julia Wittig machte mit dem Cha-Cha-Cha "A Night Like This" auf sich aufmerksam und lockte die ersten Tänzer auf die Tanzfläche. Was hier begann, war ein Tanz- und Unterhaltungsabend der besonderen Art. Es folgten ein Samba-Mix und ein Foxtrott mit dem Titel "Komm und bedien dich" sowie "Ich bin doch nur ein Mann" von Peter Kraus.
Der Abend war in sechs Blöcke eingeteilt. Im zweiten Block war Klaus Hornung mit Titeln von Udo Jürgens zu hören: Das Medley enthielt die Hits "Ich war noch niemals in New York", "Mit 66 Jahren" und "Aber bitte mit Sahne". Die Tanzfläche füllte sich immer mehr. Waren es am Anfang noch die routinierten Tänzerinnen und Tänzer, die sich gekonnt den Rhythmen hingaben, kamen später dann auch immer mehr die Gelegenheitstänzer zu ihrem Spaß.
Im dritten Block gab es reine Blasmusik. Titel wie Alte Kameraden, Erinnerungen an Ernst Mosch, das Kufstein-Lied, Tirolerhut, Land Tirol, Schwarzwaldmarie und die Vogelwiese ließen die Herzen höher schlagen. Dann folgten allerlei Hits, zum Beispiel von Abba, Tina Turner, oder DJ Ötzi. Zum Abschluss bescherte "Fürstenfeld" ein Stimmungshoch. Besser konnte es nicht mehr werden.
Harr erläuterte in der Moderation nicht nur die Stücke, er ließ auch das erfolgreiche musikalische Jahr Revue passieren. Vielen kleinen Auftritten folgten die Großveranstaltungen beim Stadtfest in Freudenstadt und beim Stadtfest in Elzach bei Freiburg. Besonders gut angekommen ist der Tanztee sonntagmittags. Beim letzen Mal, am 14. Oktober, waren 144 tanzbegeisterte Personen dabei.
Weil der Abend auch Saisonhöhepunkt war, gab es auch Ehrungen. Uwe Denner, Saxophon, wurde für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft und Nikolaus Geiger, Trompete, für zehn Jahre geehrt. Die Ehrungen überreichte die Geschäftsführerin des Blasmusikkreisverbandes Freudenstadt, Katrin Meiritz.


