Am 16. April ist unser Musikkamerad Günter Schmid nach langer Krankheit verstorben.

Wir nehmen Abschied von einem Menschen, der unserem Musikverein über viele Jahrzehnte hinweg ein Gesicht, eine Stimme und ein Herz gegeben hat. Günter war ein echtes Urgestein, Mitglied seit 1986,
also fast 40 Jahre aktiver Musiker in unserem Musikverein. In dieser langen Zeit hat er nicht nur musiziert, er hat den Verein gelebt.
Er war Gitarrist, E- Bassist und Sänger, und was für einer! Mit seiner einzigartigen Stimme hat er uns bewegt, mit seinem Spiel begeistert, und mit seiner Art immer ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Als 1. Vorsitzender stellte sich Günther von 2001 bis 2005 der Herausforderung und hielt dadurch unseren Verein mit Tatkraft, Humor und einem offenen Ohr für die Belange seiner Kameraden am Laufen.
Günter war kein lauter Sprecher, aber er war verlässlich, menschlich, warmherzig und immer für einen Spaß zu haben.
Für seine aktiven Jahre erhielt er alle Ehrungen, die unser Verein und der Verband zu vergeben hat. Aber viel wichtiger war ihm das Miteinander, das Zusammensein, das Klingen und Schwingen der
Musik, das gemeinschaftliche Lachen. Er war einer, der den Probenraum mit Leben füllte, der dem Verein, mit seiner Stimme und seinem Humor eine Seele verlieh.
Seine Laufbahn als Lützenharter Musiker begann im Jahr 1970, als er mit seinem Onkel Grimhard Schmid und Klaus Hornung das Trio "die Sentis" gründete.
Im Februar 1984 wurde mit ihm die Formation Chicago Dancing Band ins Leben gerufen. Dort begann seine über Vierzig Jahre anhaltende Musiker-Freundschaft mit unserem Dirigenten Dietmar Harr.
Zusammen mit weiteren begnadeten Musikern aus unserem Ort gründeten sie dann im Jahre 1988 die damals wohl erfolgreichste Stimmungs- und Party Band in unserer Gegend, den "Waldachtal-Express".
Der Höhepunkt seiner musikalischen Laufbahn war für Günter sicherlich 1993 der Sieg beim Wettbewerb von Radio RT 4 in Ergenzingen. Dort hatten sie mit dem Titel „Drum zünd ein Lichtlein an“, eine Komposition aus der Feder von Egbert Denner, den ersten Platz belegt und einen Schallplattenvertrag gewonnen.
Im Mai 1997 gründeten sie dann die Romanos, von dort an durfte Günther auch mit seinem Sohn Pascal zusammen musizieren. Diese Gruppe war dann, neben dem Musikverein mit seinem Ableger, der "Schwarzwälder Top-Spund-Music", ein fester Bestandteil in seinem weiteren Leben, bis zum Beginn seiner fortgeschrittenen Krankheit.
Es war schön, ihn unbeschwert und lachend zu erleben. Seine Leidenschaft zur Musik und der Kameradschaft war einfach bewundernswert.
Genau so bleibt er in unseren Herzen.

Günter, du bist jetzt fort – aber was du hinterlassen hast, klingt ewig nach. Es gibt viele Lieder, die in unserem Gedächtnis untrennbar mit Dir verbunden sind und uns immer an Dich erinnern werden, wie z.Bsp. "Speedy Gonzales" - die schnellste Maus von Waldachtal, "Just a Gigolo" oder "Für Gabi tu ich alles".
Und wenn es da oben eine Bühne gibt, dann wissen wir: Du stehst mittendrin, die Gitarre in der Hand und ein Lied auf den Lippen.
Mach’s gut, Kamerad - danke für alles.